Maria Nijs trug nicht weniger als 200 kostbare Puppen zusammen, die zwischen 1830 und 1930 in Europa gefertigt wurden. Einige Puppen waren einst teures Spielzeug, andere dienten vor allem als Zierpuppen. Aus ihrer bemerkenswerten Sammlung erwarb das MAS elf Puppen. Auch das Gemälde von Maria mit ihren Lieblingspuppen, gemalt von ihrem Vater, ist nun Teil der MAS-Sammlung. Die 11 Puppen sind gemeinsam mit dem Gemälde vom 9. Juni bis zum 4. Januar 2027 im Schaudepot zu besichtigen.
Dieser Neuzugang ergänzt die Puppensammlung des MAS auf schöne Weise. Das MAS ist kein Spielzeugmuseum, sammelt jedoch dennoch Puppen, da sie kulturelle Normen auf sehr deutliche Weise widerspiegeln. Sie ahmen menschliche Figuren nach und regen auch Menschen zur Nachahmung an. Die Puppen von Maria Nijs erscheinen als ideale Vorbilder. Mit ihrer eleganten Kleidung aus Spitze und Seide verkörpern sie die europäische bürgerliche Moral. Sie zeigen, wie Ehefrauen, Mütter, Mädchen, Nonnen und Dienstpersonal aussehen sollten.
Sehen Sie sich hier das Interview mit Maria Nijs über ihre Sammlung an.

