In Antwerpen verloren mehr als 23.000 Menschen durch den NS-Terror, die Verfolgung der Jüdinnen und Juden sowie die Kriegseinwirkungen ihr Leben. Die Diktatur spaltet die Stadtbevölkerung und führt zur massenhaften Verfolgung von Jüdinnen und Juden sowie von Menschen, die Widerstand leisten. Da der Hafen ein strategisches Ziel ist, steht die Stadt ständig unter militärischer Bedrohung. Die Bombenangriffe fordern zahlreiche Opfer. Krieg und Verfolgung hinterlassen tiefe Spuren in der Stadt.
Wie war es, in einer besetzten Stadt zu leben? Was geschieht, wenn grundlegende Werte wie Freiheit und Gleichheit plötzlich verloren gehen? Wer wird als Erster zum Opfer, und wer bleibt verschont? Welche Rolle spielen die lokalen Behörden und die Polizei? Und vor allem: Wie hätten Sie gehandelt? Fliehen oder bleiben? Mit den Besatzern zusammenarbeiten? Widerstand leisten? Oder voller Angst abwarten und hoffen, dass alles vorübergeht?
„Stadt im Krieg. Antwerpen 1940–1945“ ist eine Dauerausstellung, die das Leben der damaligen Gesellschaft anhand symbolträchtiger Orte wie eines Kinos, einer Schule, eines Wohnhauses, der Kathedrale und des Rathauses lebendig werden lässt. Bewegende Geschichten von Ohnmacht, Verrat und Gewalt, aber auch von Mut, Widerstand und Solidarität laden dazu ein, über die Entscheidungen nachzudenken, mit denen die Menschen in einer der dunkelsten Epochen der Stadtgeschichte konfrontiert waren.
Praktisches
- Die Ausstellung 'Stadt im Krieg. Antwerpen 1940 - 1945' kann im 4. Stock des Museums besucht werden.
Die Ausstellung entstand im Rahmen des Stadtprojekts "Antwerpen Gedenkt".

