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Die Sammlung der Superlative

Das MAS bewahrt eine Sammlung von fast vergessenen Stücken und zeitgenössischen Stücken - von klein und fein bis hin zu bombastisch und groß oder mysteriös und alt - auf. Eine Sammlung bemerkenswerter, ausgefallener oder manchmal ganz gewöhnlicher Spitzenstücke.

Das kleinste Stück: Ring der Azteken

Dieser besonders fein und detailliert ausgearbeitete Ring war eine Grabbeilage für einen aztekischen Edelmann. Das Kunstwerk gehört zur Sammlung von Paul und Dora Janssen-Arts und kann in der Ausstellung „Leben und Tod” in der 8. Etage besichtigt werden. 

Das größte: Hafenkräne

Die Hafenkräne sind ein Wahrzeichen des MAS: Sie symbolisieren die industrielle Evolution, die den Hafen ab dem 19. Jahrhundert auf drastische Weise veränderte. Das MAS ist das erste Museum in Antwerpen, das sich mit dem industriellen Erbe befasst. Außerdem besitzt es die größte Sammlung von Museumskränen der Welt. Sie finden die 18 Prachtexemplare in der Umgebung des MAS.

Das gefährlichste: der Kris

Dieser indonesische Dolch stammt aus der Zeit vor 1500. Der Kris war Bestandteil der traditionellen Kleidung und wurde meistens auf dem Rücken getragen. Die Form war von Region zu Region unterschiedlich, die Details wurden sehr fein ausgearbeitet. Materialien wie Gold und Diamanten spiegelten das Ansehen des Trägers wider. 

Das aufregendste: Naga-Lingam

Diese Bronzeskulptur aus dem 19. Jahrhundert stammt aus Indien und stellt den Gott Shiva als Phallus dar. Die Schlangen oder „Naga” verweisen auf Fruchtbarkeit und Erotik. Erfahren Sie mehr darüber in der Ausstellung „Leben und Tod (+7).;

Das praktischste: Übersetzungsbuch eines chinesischen Seemanns

Mit diesem kleinen Notizbuch aus den 1930er Jahren machte sich der chinesische Seemann in europäischen Häfen auf die Suche nach Arbeit, Unterkünften und Frauen. Sie finden das Büchlein im MAS in der Ausstellung „Welthafen” (+6).

Das paradiesischste: islamitischer Gebetsteppich

Ein Moslem betet auf einem Gebetsteppich, um rein zu sein. Die vier Medaillons bilden einen Lebensbaum. Die Gebetsnische - der Mihrab – oben wird genau wie der Kopf des Betenden nach Mekka gerichtet. Neben einem rautenförmigen Amulett sehen Sie die Hände von Fatima, der Tochter des Propheten Mohammed. Sie wehren das Böse ab. Zu sehen in der Ausstellung „Leben und Tod” (+7).

Das schnellste: Minerva Modell M8

Minerva war einmal eine starke Antwerpener Automarke, die Luxuswagen für Könige und andere Berühmtheiten herstellte. Dieser Wagen aus dem Jahr 1930 schaffte 130 Kilometer pro Stunde und war damit das schnellste Auto seiner Zeit. (Weltstadt +5)

Das entfernteste: Maori-Kriegskanu

Dieses Modell eines Kriegskanus aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammt aus  Gisborne auf der nördlichen Insel Neuseelands. Es wurde von den Maori, den Ureinwohnern der Insel, gebaut. Es ist somit das Stück, das die größte Entfernung zurücklegen musste, bevor es in die Sammlung des MAS aufgenommen wurde. 

Das nächstliegendste: Hanseschloss des Hansehauses

An der Stelle, an der jetzt das MAS liegt, befand sich früher einmal das imposante Hansehaus, das doppelt so groß war wie das MAS. Es wurde ab 1564 von dem Architekten gebaut, der auch das Antwerpener Rathaus entworfen hat. Das Gebäude diente zuerst als Handelshaus und später dann als Kaserne, Militärkrankenhaus und protestantische Kirche. 1893 wurde das Hansehaus nach einem vernichtenden Brand abgerissen. (Welthafen +6)

Das intimste: goldener Penisköcher

Dieser Penisköcher stammt aus Nariño, dem Grenzgebiet zwischen Ecuador und Kolumbien. Penisköcher wurden meisten aus Muscheln hergestellt, als Grabbeilage waren sie jedoch aus Gold. (Leben und Tod +8)

Das furchterregendste: Wanyugo-Maske

Diese Maske aus Elfenbeinküste soll Hexen verjagen. Hexen oder Seelenfresser arbeiten mit unsichtbaren Geistern zusammen und rauben den Menschen ihre Lebenskraft, mit der sie sich stärken können. Die Janusmaske mit zwei Tierköpfen kann in die sichtbare und die unsichtbare Welt schauen. Auf diese Weise können die Masken die Hexen besiegen. (Leben und Tod +7)

Das komischste: die Nase, Lumpensack oder Kommentarpuppe aus „De Poesje van de Repenstraat”

Das Poesje (Puppentheater) ist ursprünglich aus dem „Poesjenellentheater”, dem Antwerpener Puppentheater hervorgegangen. 1862 entstand in der Repenstraat ein neues „Poesje”, das sich zu einem der bekanntesten Theater dieser Art in Flandern entwickelte. Das „Poesje” war ein Volkstheater, in dem die Machthaber gnadenlos lächerlich gemacht wurden. (Weltstadt +5)

Das älteste: die Gebeine des Riesen Druoon Antigoon

Bei den „Riesengebeinen” handelt es sich in Wirklichkeit um eine Rippe und ein Schulterblatt eines Atlantischen Nordkapers, einer Walfischart. Die Knochen sind zwischen  2,3 und 2,5 Millionen Jahre alt! Mit Abstand das älteste Stück in der MAS-Sammlung. Zu besichtigen in der Ausstellung „Welthafen” (+ 6).

Das wahrste: die 9 Betrachtungen über die Unreinheit des Körpers

Die „neun Betrachtungen” zeigen eine schöne, reich gekleidete Prinzessin und danach die verschiedenen Stadien der Verwesung ihres toten Körpers. Die Stiche machen deutlich, dass ein Körper nur eine vorübergehende Hülle ist, nur der Geist bleibt bestehen. Dieses japanische Spitzenstück aus den 1670er Jahren ist eines der ältesten seiner Art. Der siebte Stich fehlt. (Leben und Tod +7)

Das heiligste: Unterkiefer der heiligen Walburga

Diese Reliquie - ein Körperteil einer Heiligen - wurde von den Erzherzögen Albert und Isabella verehrt. Sie wollten beweisen, wie gläubig sie waren, indem sie Reliquien sammelten. Der Unterkiefer der Heiligen wurde in der ehemaligen St.-Walburga-Kirche aufbewahrt. Sie befand sich im Stadtviertel rund um „Het Steen“, ist jedoch der Begradigung des Scheldeufers zum Opfer gefallen. 

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